Promenade Walk

Was macht man an einem „letzten Tag“ einer ansonsten bereits perfekt verlaufenen Woche? Es sollte ein Spaziergang werden. In meiner Wander-App Komoot war eine kürzere Rundtour in der nächsten Bucht gelistet. Sie fängt in der Stadt „Saint-Cast-le-Guildo“ an. Als wir gegen frühen Nachmittag ankamen war noch gar nichts los. Wir konnten uns einen Parplatz direkt am Ausgangspunkt aussuchen. Von hier sind wir dann an der Promenade zur Marina geschlendert.

Ein schöner Weg, leicht zu laufen – aber, für mich (als Deutscher) völlig unverständlich ganz ohne Geländer. Einmal nicht Aufgepasst und man liegt 2 Meter tiefer auf den Steinen. Ich fand das recht bedrohlich!

Bei der Marina gab es ein Gebäude mit Spiegelscheiben – das mussten wir natürlich für ein Selfie ausnutzen 😉

Hinter der Marina ging es eine Steigung hoch zu einem Aussichtspunkt und von da dann einen Kleinen Küstenwanderweg entlang. In der nächsten Bucht konnten wir die Burg von Cap la Latte und noch weiter von Cap Fréhel ausmachen. Es war wieder ablaufendes Wasser so das immer mehr der felsigen Küste freigelegt wurde.

Mittlerweile schaute auch die Sonne immer mal durch die Wolkenlücken. Am Weg sahen wir dann ein Denkmal von 16. September 1950. Es sah ziemlich beeindruckend aus, nur konnten wir die Inschrift nicht verstehen. Ich habe nun mal nachgesehen. Es handelt sich um den Untergang der Fregatte Laplage bei dem 51. von 86. Seeleuten ums Leben gekommen sind. Die Laplage war dabei Deutsche Seeminen zu aufzuspüren und unschädlich zu machen als sie am 16.September auf eine magnetische Mine gefahren sind. Das schwer beschädigte Schiff sank wohl sehr schnell. Auf den Bildern der Webseite die ich dazu gefunden habe ist ersichtlich das das Denkmal in Richtung des Unglücksortes gebaut ist der von dort aus vor der Burg von la Latte liegt.

Wir folgten dem Weg weiter bis er an einem Campingplatz auf eine Straße traf. Dieser Campingplatz sieht sehr gut aus. Hier könnte man sicher mal mit dem Campster verweilen. Danach ging es durch die Stadt zurück zum Ausgangspunkt.

Unten angekommen haben wir uns noch kurz in ein Café gesetzt bis es dann Zeit war nach Hause zu fahren. Dort angekommen hat Linda wieder gezaubert und ich einen Text für das Gästebuch geschrieben.

Himmel, Meer, Watt, Sonne, Regen, Menschen, Unterkunft, all das hat sich hier in der Bretagne für uns auf wunderbare Weise vermischt. Wir hätten uns keine bessere Symbiose aus Wohlfühlen, Erkunden und kunlinarischen Erlebnissen erträumen können. Ein kleiner Erlebnisschatz den wir von nun an in unserem Herzen mitnehmen dürfen. Wenn am Ende einer Woche höchste Zufriedenheit und Wehmut über den Abschied eins werden, dann ist alles gelungen – so etwas schafft nur Reisen!

Wir sind fasziniert von Land, Leuten, und besonders der Natur um uns herum. Nirgendwo sonst kann man 12 Meter Tidenhub in 6 Stunden so hautnah erleben wie hier. Es wird klar wie klein und unbedeutend der Mensch angesichts solcher Abläufe ist. Er kann sich nur anpassen oder weichen.

Wer Zeit hat und wen die etwas kühlern Temperaturen im Frühjahr nicht schrecken der wird mit der Ruhe und Gelassenheit allerorts belohnt. Zur inneren Ruhe hat in ganz außergewöhnlicher Art unsere liebevoll gestaltete Unterkunft beigetragen. Besser geht es nicht! Wir würden jederzeit wieder hierherkommen.

Au revoir la Bretagne

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Watt ohne Wurm…

…jedenfalls haben wir keinen gesehen. Dafür aber viele Austernkörbe.

Gegen Mittag fing es hier leicht an zu Regnen. Deshalb beschlossen wir in unsere Regenkleidung zu schlüpfen und ins Watt rund um St. Jacut-de-la-Mer zu gehen. Ich wollte gern mal näher an die Austernzucht herankommen. Da zwar offensichtlich Ebbe war, wir aber nicht sicher wann genau das Wasser zurückkommt hat Linda einen Herrn gefragt der uns auf einem Fahrrad im Watt entgegenkam. Er war sehr nett, konnte Englisch und meinte das es erst am Abend Hochwasser sei. Das deckte sich mit der Info aus dem Tidenkalender den ich im Internet gefunden hatte. Auf die Frage was er denn hier gemacht habe zeigte er uns zwei Hummer die er im Korb an seinem Lenker verstaut hatte. Er hat wohl einige Hummerkörbe hier. Er meinte das sich der Hummer sehr stark vermehrt habe. Das liege auch an den vielen Fangflotten draußen auf See. Dafür seien die Fischbestände stark zurückgegangen.

Weiter ging es entlang von Sandbänken. Der Regen nahm zu, so daß wir langsam aber sicher doch die Feuchtigkeit unter die Regenjacken kroch. Vielleicht war es aber auch weil wir einige Kilometer zurücklegten. An einigen Stellen war das Watt der matschig und man musste gut aufpassen um nicht hinzufallen wenn sich die Stiefel „festsaugten“.

Auch das lustige Amphibienfahrzeug stand weiter entfernt zwischen den Korbreihen. Man konnte die Arbeiter sehen die sich an den Körben zu Schaffen machten.

Weiter ging es bis ganz um die Halbinsel zur anderen Seite.

Nach längerer Wanderung machten wir es uns gemütlich. Linda zauberte wieder zwei Gerichte, aber nicht ohne vorher die zwei Austern vom Markt zu schlürfen. Das passende Werkzeug gab es selbstverständlich in unserer Küche – das gehört hier zur Grundausstattung 😉

Danach gab es dann wieder Scampi’s a la Plancha und für mich Spinat-Tortellini, dazu den frischen Salat vom Markt. Wenn man das Glück hat mit so einer Köchin unterwegs zu sein dann kann es einem wirklich gut gehen!

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Markt in Saint – Jarcut

Der Markt der wohl am nächsten dran war haben wir heute Morgen besucht. Quasi zwei Mal lang hinfallen, schon ist man von unserem Häuschen aus da.

Nach dem ersten Kaffee sind wir also erstmal dahin. Er ist nicht groß, und wir kannten die meisten Händler schon von den Tagen zuvor. Die uns auch – und so wurden wir schon ein wenig freundlicher begrüßt! Nach der ersten Sichtung der Angebote genehmigten wir uns erstmal einen Kaffee im Freien und genossen die Morgensonne die sogar schon wonnige Wärmeschauer erzeugen konnte.

Wir beobachteten die Leute um uns herum. Dabei fällt einem auf warum Märkte so ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen sind. Man sieht sich, tauscht einige Worte oder auch ganze Romane aus, lacht und – auch wenn man sich gar nicht unterhält – sieht die Nachbarn und deren Zustand. Wer hier länger nicht auftaucht wird garantiert vermisst.

Und dann, nach einigen eher unwichtigen Besorgungen – jedenfalls aus Linda’s Sicht – ging es endlich zum Fischhändler. Der begrüßte sie freundlich und zählte geduldig Gramm Schrimps und Stücke Muscheln bis klar wurde das MEHR nun wirklich nicht geht 😉

Was auffällt ist, daß hier keiner drängelt. Alle warten geduldig bis sie an der Reihe sind. Die Jacobsmuscheln wurden dann auch noch gleich für Linda geöffnet und der Inhalt Mundfein separiert.

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Auch die Kollegen die wir an unserem ersten Abend im Restaurant gegessen haben gab es zu kaufen. Als ich sah das die noch leben wurde mir ganz anders…

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Aber so ist das hier an der Küste. Man darf nicht all zu zimperlich sein.

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Mont St. Michelle – Weltkulturerbe

Die Bilder dieser Insel haben mich schon fasziniert als ich sie das erste Mal sah. Sie wirken so unwirklich – so gar nicht von dieser Welt. Und nun wohnen wir nur ca. 60 km entfernt. Gestern Nachmittag, eigentlich viel zu spät haben wir uns auf den Weg gemacht. Es regnet zwar nicht aber die Sonne war auch nicht zu sehen.

Auf dem Weg zweifelten wir noch ob wir zu dieser Urzeit wirklich noch hinfahren sollten, schliesslich kann man nur bis 17:00 Uhr ein Ticket für einen Rundgang kaufen. Gut das wir es gemacht haben. Die Zeit hat völlig ausgereicht und die Massen an Touristen ebbten langsam ab, genau wie das Wasser rund um St. Michelle.

Wie viele Menschen hier Pro Jahr hinkommen kann man dann an der Zufahrt zum Parkplatz ermessen. Es sollen weit über 3 Millionen pro Jahr sein die, genau wie wir die Insel „Heimsuchen“. An dieser Stelle muss man den Franzosen Respekt Zollen für die gute Organisation. Vom Parkplatz ist es nicht weit zur Haltestelle der Shuttle Busse die regelmäßig und in kurzen Abständen zwischen den Haltestellen und der Insel hin und herpendeln.

Und dann steigt man aus dem Bus aus und die Insel ist immer noch so unglaublich beeindruckend wie beim ersten Blick auf das Foto damals. Dazu lockerten auch noch die Wolken auf und gelegentlich wurden Teile der Insel von Sonnenstrahlen getroffen.

Bis hier hin ist alles Kostenfrei. Vorbei an laut schnatternden Gruppen von Schülern und Asiaten ging es dann durch die Burganlagen, bergan zum Kloster.

Auf halber Strecke, vorbei an unzähligen kleinen Souvenirläden wird einem schon ganz warm und je weiter man in Richtung Klostereingang kommt sogar heiß, denn es sieht nicht nur hoch aus, es ist auch hoch!

Einen Audioguide können wir nicht mehr bekommen, dafür ist es leider schon zu spät. Der Eintritt fällt aber mit EUR 10 pro Person recht moderat aus, da sind wir aus England ganz andere Priese gewöhnt. Und dann… Klar, dann geht es noch weiter nach oben. Der Rundgang startet nämlich ganz oben und man arbeitet sich durch die vielen Teile des Klosters nach unten.

Im Inneren der Krypten ist es kühl und dunkel. Geistliche sind keine zu sehen, dafür aber, auch zu dieser Zeit, viele Gruppen, hauptsächlich Asiaten die, von Tourguides die mit Mikrophonen ausgerüstet sind in dezentem Tonfall über die Geschichte dieses Ortes informiert werden. In diesem Moment freut man sich über die neue Technik – gar nicht auszudenken wenn hier alle Tourguides versuchen würden lautstark ihre Gruppe zu beschallen.

Vereinzelt sehe ich innig betende Menschen und bin von den Steintafelbildern und Stauen angetan die zum Teil durch verirrte Sonnenstrahlen angestrahlt werden und dadurch noch plastischer wirken.

Der Sagen nach wurde der Abt dieses Klosters im 4. Jahrhundert Saint Aubert vom Erzengel Michael aufgefordert hier, an dieser Stelle ein Bauwerk zu seinen Ehren zu errichten. Dabei legte er seinen Finger auf den Kopf des Abtes. Nach seinem Tod fand man ein Loch in seinem Schädel – und voila – das Kloster hatte wohl überzeugteste Reliquie. Nachfolgend die Steintafel dieser Begebenheit und dann ein Bild des Schädels.

Das Oberste Stockwerk war den Klosterbrüdern des Benedektinerordens vorbehalten. Im Stockwerk darunter gab es Säle in denen die wohlhabenden Pilger versorgt wurden und zu unterst die Pilger die sich nicht zu den Wohlhabenden zählen konnten oder wollten.

Allein der Bau der sich über mehrere Jahrhundert auch immer wieder den Bedürfnissen anpassen musste als auch die Versorgung der vielen Bewohner und Pilger ist eine logistische Meisterleistung. Das wird besonders deutlich wenn man die enormen Höhenunterschiede sieht.

Nur den Möwen scheint das ganz egal zu sein, sie genießen die Aufmerksamkeit der vielen Touristen und ruhen sich in luftiger Höhe aus. Auch wir geniessen noch diese Ausblicke bevor es zurückgeht zum Auto.

Natürlich darf ein Erinnerungsfoto a la – „wir waren hier“ nicht fehlen 😉

Wer mehr über die Geschichte dieses faszinierenden Platzes wissen möchte legen wir diesen ARTE Beitrag ans Herz.

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Fort la Latte nach Cap de Fréhel und zurück

Die Sonne begrüßte uns heute Morgen und nachdem wir in Ruhe gefrühstückt hatten, packten wir alles für unseren ausgedehnten Küstenspaziergang.

Zuerst aber fuhren wir auf dem Weg Matignon an, wo heute Marktag war. Er ist nicht so groß wie der in Dinard, wir bekamen aber was wir für unser Abendessen haben wollten.

An den Fischständen wurde klar das nicht jeder so einen guten Morgen gehabt hatte wie wir …

Ich für meinen Teil hatte mich für frische Kartoffeln mit einem selbstgemachte Kräuterquark entschieden. Linda hatten es heute die Venusmuscheln angetan. Auch kauften wir zwei Kilo der berühmten Roskof Zwiebeln mit denen ganze Heerscharen von Händlern – Johnnies genannt – in England Handel trieben.

Dann noch einige Pasten und getrocknete Früchte für die Wanderung und schon ging es weiter zum Parkplatz vor dem Fort de la Latte.

Es war nicht weit weg und so kamen wir zur Mittagszeit dort an. Auf dem großen Parkplatz nur ein paar wenige Autos – es ist halt keine Saison. Als wir dann vom Parkplatz den Küstenwanderweg erreichten da blieb uns fast die Spucke weg. Was für ein Panorama! Dazu dieser strahlende Sonnenschein – herrlich. Hier einige Eindrücke.

Je weiter wir nach Cap Fréhel kamen je wärmer wurde es. Dazu wehte aber immer noch der leichte aber sehr kalte Wind. Eine tückische Mischung da man ja nicht zu viel Ausziehen darf um keine Erkältung zu bekommen, auf der anderen Seite aber auch nicht zu viel anlassen darf um darunter nicht einen Hitzestau zu bekommen. Die Landschaft, die Felsen und das Wasser, dazu das helle Sonnenlicht – fast wie auf Mallorca, oder England – Norwegen? Irgendwie passte alles ein bisschen, doch am Besten wohl Mallorca. Dort hätte ich auch den Namen Fréhel wohl nicht ungewöhnlich gefunden.

Dann kamen wir zum Cap und haben unsere Vorräte aufgegessen und im Windschatten ein wenig die Sonne genossen.

Dann ging es unter ständiger Begleitung von Möwen die dort am Cap zahlreich brüten wieder zurück. Mittlerweile war das Wasser auch wieder Stark gefallen und gab Sandstrände und Buchten frei die wir auf dem Hinweg gar nicht gesehen hatten.

Als wir dann am Fort de la Latte ankamen hatten wir schon ein wenig schwere Beine. Das Fort hatte auch geschlossen, es hat zu dieser Zeit nur zwei Mal die Woche geöffnet.

Kurze Zeit und einige Schweißtropfen später kamen wir wieder am Parkplatz an. Hier unsere Route . Nicht besonders lang aber seeehr schön!

Wer schon mal längere Wanderungen oder Tagestouren gemacht hat der kennt ja das schöne Gefühl am Parkplatz wieder aus den Wanderschuhen herauszukommen. Es ist ähnlich schön wie Morgens reinzuschlüpfen!

Zuhause angekommen ging es dann für Linda in die Küche und für mich ans Aufdecken und Fotos sichten. Linda hat mal wieder gezaubert – und wer Muscheln mag ist jetzt sicher neidisch 😉

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Saint Malo – ein Wiedersehen nach 34 Jahren!

Mit 17 Jahren hatte ich als sogenannter Fehrienfahrer“ auf der MS STADELAND, einem 499er Kümo der Hein Jäger gehörte angeheuert.

Mit diesem Schiff war ich dann auch in Saint Malo. An die Stadt selbst kann ich mich kaum noch erinnern, nur an die Dame in der Seemannskneipe die plötzlich neben mir am Pinkelbecken stand ihr Röckchen hob den Kopf zu mir drehte und tiefer Stimme „Bonsoir“ sagte – sowas hatte ich noch nie erlebt 😉

Nun denn, vom Hafen in dem wir seinerzeit gelegen haben müssen habe ich nichts wiedererkannt. Dafür konnte ich einige Ecken der Altstadt wieder erinnern.

Wir sind erst durch die Straßen geschlendert, vorbei an der Kathedrale deren Glocke wohl wegen einer Trauerfeier sehr lange immer einzelne Schläge von sich gab. Es war etwas gespenstisch da viele Leute auf der Straße warteten man aber nicht sehen konnte worauf.

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Nach einer kleinen Stärkung ging es dann oben auf die Festungsmauer die einmal um den alten Stadtkern Saint Malo herumführt. Hier ein paar Bilder des Spaziergangs der an einigen Stellen so kalt und windig war das wir am Ende frohe waren wieder ins Warme zu kommen.

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Markt in Dinard

Hier in der Bretagne gibt es noch viele lokale Märkte auf denen man die lokalen Produkte frisch kaufen kann.

Im Haus gibt es eine Tafel auf der steht an welchen Tagen der Woche wo der Markt ist. Heute war es in Dinard. Und da Dinard auf halber Strecke nach Saint Malo liegt wo wir unbedingt hinwollten ging es als erstes dort hin.

Auf dem Weg fing es an zu regnen und als wir auf dem Parkplatz vor dem Markt ankamen schien schon wieder die Sonne. Allerdings ging immer noch dieser kalte Wind.

Es gibt ein Marktgebäude um das herum viele Stände im Freien stehen. So Ähnlich kennen wir das von Mallorca oder auch aus der Karibik. Wir haben hauptsächlich die Marktstände in der Halle besucht. Man merkt das in Frankreich viel Wert auf gutes Essen gelegt wird. Es gibt alles was das Herz begehrt manchmal zu schier unanständigen Preisen. Linda wolte gern Muschel essen und mir hatten es die gefüllten Pastataschen angetan. Durch Lindas, wenn auch berenzte Sprachkenntnisse sind wir doch immer mit den Händlern ins Gespräch gekommen. Hat man erstmal Kontakt merkt man wie „relaxt“ die Leute hier sind – sehr angenehm!

Nachdem wir unsere „Beute“ zum Auto gebracht hatten ging es zu Fuß in den Stadtkern. Die Sonne schien und eine Bar / Kaffee hatte ein windgeschütztes Plättchen an dem an es aushalten konnte. Dabei genossen wir neben der Sonne auch die Herrengruppe die sich vis a vis ein Glas Rosé Wein nach dem andern durch den Kopf gingen lassen. Die Wirtin war recht Burschikos und es wurde viel palavert und gelacht.

Als dann noch ein 8 Monate! Alter Welpen mit seinem kleinen Herrchen vorbeikam (genau in der Reihenfolge) und die Wirtin stürmisch begrüßte wobei er ihr mit seiner Sabberzunge quer durchs Gesicht schleckte war richtig Stimmung 😉

Abgekühlt ging es dann zurück zum Auto und weiter nach Saint Malo.

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Montag bei Regen und Schneetreiben

Zugegeben – ein wenig überschatten Lorenzo’s Gesundheitliche Probleme den ersten Tag schon. Wir sind in Gedanken bei Ihm! Und irgendwie passte dann auch die erste Hälfte des Tages der verregnet daherkam. Wie schön das wir so einen gemütlichen Platz haben.

Das Frühstück mit frischem Baguette vom kleinen Supermarkt um die Ecke und den köstlichen selbstgemachte Marmeladen von Sandrine tröstet einen ein wenig über die anderen Dinge hinweg.

Am frühen Nachmittag dann hörte es auf zu Regnen, vermutlich weil in den Wolken nun Schneeflocken produziert werden mussten die uns kurze Zeit später am Strand das Gesicht erstarren ließen.

Linda hat einen „Steinseehund“ gefunden und auch sonst gab es jede menge interessante Dinge zu sehen. Allen voran die See die plötzlich einfach weg war! Was für Kräfte sind dort am Werk. Über sieben Meter Tiedenhub – unglaublich!

Man kann nicht nur um die Landspitzen gehen sondern auch von Bucht zu Bucht. Doch huch! Was ist das denn …

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So was hatte ich auch noch nicht gesehen – was sich Menschen alles so einfallen lassen! Ein Arbeitsboot für die Austerngestelle die hier überall im Watt stehen.

Kaum waren wir um die Landspitze herum blies uns der eiskalte Wind ins Gesicht. Das auflaufende Wasser war zwar noch weit weg, machte aber mit lauter Brandung auf sein baldiges Kommen aufmerksam.

Vom Strand aus dann noch mal zum Supermarkt um uns mit allem Nötigen für das Abendessen auszurüsten. Zuhause haben wir es uns gut gehen lassen.

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Ankunft im Fehrienhaus

Es ist eine wunderschöne Gegend. Schon auf den letzten Kilometern kletterten die Temperaturen bis auf 10 Grad und die Wolkendecke riss auf. Von der Straße aus sahen wir die Türme der Klosterinsel „Le Mont-Saint-Michel“ die wir auf jeden Fall besuchen werden.

Bei Ankunft wurden wir von Sandrine, der Vermieterin empfangen. Die zeigte uns das Haus und wies auf ein paar wenige Besonderheiten hin. Perfect – so hatten wir es uns erhofft. Wunderbar renoviert mit viel Geschmack und liebe zum Detail.

Kurze Zeit später haben wir die Gegend um das Haus erkundet. Sage und schreibe 11 Strände sind leicht zu Fuß zu erreichen. Und obwohl es mittlerweile leicht regnete kam zehn Minuten später bereits die Sonne wieder zwischen den Wolken hervor und bescherte uns einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand.

Nachdem wir unser Haus wiedergefunden hatten wollten wir unbedingt etwas Essen gehen – nach der langen Fahrt und dem Spaziergang hatten wir mächtig Hunger. Unsere Vermieterin hat einen alten Wandhalter der bestückt ist mit allerlei Visitenkarten von schönen Restaurants und Sehenswürdigkeiten der Gegend. Wir fuhren also 8 km weiter in ein Stadt die natürlich ebenfalls am Wasser liegt. Schon auf dem Weg wurde klar das zu dieser Zeit im Jahr wenig geöffnet hat. Als wir bei dem Restaurant ankamen bemerkten wir gleich rechts daneben win weiteres in das Linda sehr gerne gehen wollte. Das Problem – auch sie konnte die Menüs die draußen auf den Schildern zu lesen waren nicht entziffern.

Wir sind trotzdem hineingegangen und fanden heraus das es sich um DAS Fischrestaurant der Gegend handelte. Nun war eine Entscheidung fällig. Schon vor der Reise hatte ich mir gesagt das ich wohl gelegentlich von meinen Essgewohnheiten distanzieren muß. Überall wird beschrieben das hier Meeresfrüchte das sind was man bevorzugt essen kann. Klar gibt es auch die Pizzerias – aber jeden Abend geht das auch nicht. Also haben wir bestellt und obwohl es mir anfänglich sehr schwer fiel muss ich zugeben das diese Ausnahme sehr lecker war!

Beim Nachtisch ging es dann aber wieder streng vegetarisch zu 😉

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Gent – Saint Marlo

Kalt – seeehr Kalt ist es obwohl wir bereits 1,5° C Plus haben. Es fährt sich trotzdem sehr entspannt, kaum was los auf den Autobahnen. Teilweise sind wir ganz allein.

Eben hat der EOS seine 200000 km voll gemacht und das an einem Berg.

Ankunft soll spätestens bis 17:00 Uhr sein, bisher liegen wir noch gut in der Zeit.

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